Die Geschichte der Aromatherapie

  • 19 August 2011 by 0 Comments

Lernen Sie die Herkunft und Geschichte der Aromatherapien kennen. Wir haben für Sie die wichtigsten Meilensteine dieses Therapieverfahrens zusammengetragen und freuen uns über Ihre Meinungen und Kommentare.


1. Geschichte | Hintergründe | Begriff

Ursprünge in allen großen Kulturen zu finden:

Ägypten (ab 3000 v. Chr.)

  • Einbalsamierung (Zedern, Zypressen, Myrrhe, Nelken)
  • religiöse Zeremonien, Heilzwecke,
  • Kosmetika/Parfüm
  • Stimulanzien

Griechenland

  • Beruhigung/ Anregung

Rom

  • Massagen, Bäder
  • Speisen

Arabien (1000 n. Chr.)

  • Rosenöl/ Parfüme

Europa

  • 14. Jhd. Pestbekämpfung und Prophylaxe
  • 1887 Nachweis antibakterieller Wirkung (Thymian, Lavendel, Wacholder, Zimt)
  • 1920-er Nutzen ätherischer Öle in der  Psychotherapie  (Italien)
  • 1928 frz. Chemiker: „Aromatherapie“ (Buchtitel)
    früher hieß es u.a. osmologische Heilkunde („Osme“=Duft)
    Begründer der modernen Aromatherapie: therapeutische Wirkung aromatischer Pflanzenessenzen

 

2. Duft- und Aromastoffe im Alltag | Erfahrungen

Aromastoffe:

chem. Verbindungen, die im Mund-Nasen-Raum einen typischen Aromaeindruck hervorrufen

  • natürliche
  • naturidentische
  • künstliche

Vorkommen: z.B.

  • Lebensmittel
  • Parfüm
  • Haushaltsreiniger
  • Raumluftverbesserer
  • Körpersekret

Erfahrungen im Umgang mit Situationen, Körpergeruch und Verhalten

  • „Mir stinkt´s“, „Die Sache stinkt“
  • „Den kann ich nicht riechen“
  • Partnerwahl nach Geruch

 

3. Aromatherapie als Reiztherapie; limbisches System / Quantenmedizin

  • Riechstoffe
  • Riechschleimhaut
  • Nn. olfactorii
  • Riechhirn und
  • limbisches System

Limbisches System (Limbus=Saum) als Teil und Ergebnis der evolutionären Umbildung des Riechhirns.
Limbisches System (u.a. mit Hypothalamus) zuständig für Regulation und Modulation der Emotionen und höchste Befehlsstelle des vegetativen Nervensystems mit Verbindungen zum extrapyramidalen System.

Enge Vernetzung der Psyche mit dem Immun-, dem endokrinen und dem Nervensystem durch Botenstoffe, sog. Neurotransmitter, die mit noch kleineren Stoffen (Quanten) eine „intelligente“ Matrix des Körpers bilden, die auf Umwelteinflüsse reagiert.

 

4. Phytotherapie | Ätherische Öle, Gewinnung, Eigenschaften, Anwendungen

Phytotherapie

  • Zweig der Naturheilkunde, der zur Behandlung Pflanzenbestandteile (Blätter, Wurzeln, Blüten, Früchte, Rinde) und die darin enthaltenen Wirkstoffe einsetzt.
  • Anerkannt als Behandlungsmethode in Deutschland.

Ätherische Öle:

  • winzige Moleküle gewonnen aus Pflanzenteilen (Blütenblättern, Blättern, Samen, Nusskernen, Rinde, Stängeln, Baumharzen und -säften)
  • Wichtigster Bestandteil der Aromatherapie.
  • konzentrierte Essenzen,
  • löslich in Alkohol und Fetten
  • hochgradig flüchtig
  • körperliche und aromatische Wirkung

Gewinnung:

  • Destillation/ Wasserdampfdestillation
  • Lösungsmittelextraktion/ Mazeration (z. B. in Öl)
  • Kaltpressung (Zitrone, Orange, Limone, Graperuit)
  • Enfleurage (zwischen Glasplatten mit gereinigtem Fett)(Rosenöl)

Eigenschaften:

antiseptisch, antibiotisch, antibakteriell, antiviral, schmerzlindernd, sedativ, spasmolytisch, belebend, tonisierend, wundheilend, schleimlösend, fungizid

Anwendungen:

Massage, Inhalation/Verdampfung, Bäder, Wickel/ Kompressen
Die Anwendung der ätherischen Öle erfolgt direkt oder in Verbindung mit Trägersubstanzen/ Trägerölen oder alkoholischen Lösungen/ Spray

Trägeröle (Kaltpressungen):

z. B. Avocado-, Hanf-, Johanniskraut-, Jojoba-, Mandel-, Sesam-,Weizen-keim-, Walnußöl

Kombinationen der äth. Öle nach „Duftnote“ sind möglich:

  • obere Note (Lemonengras, Orange, Pfefferminze)
  • mittlere (Kiefer, Melisse, Kamille, Lavendel)
  • Basis (Sandelholz, Zedernholz, Patchouli)

5. Aromatherapie als sanfte und alternative Medizin international und national

Verbände:

  • international
    • IFA(Internat. Aromatherapieverband)(England)
    • Internationale Gesellschaft professioneller Aromatherapeuten (England)
  • national
    • Forum Essenzia e.V. (München)
    • Ausbildung im Rahmen der Heilpraktikerlehre

 

6. Therapie

Therapieziele:

  • Schmerzlinderung
  • (sanfte) Sedierung/ Detonisierung
  • (sanfte) Aktivierung/ Tonisierung
  • Stimmungsaufhellung
  • Anregung und Förderung der Selbstheilungskräfte
  • Stärkung der Immunabwehr
  • Ausbalancieren der „Energien“
  • Normalisierung und Stabilisierung der Lungen- und Herzfunktion (Vitalfunktionen)
  • Pneumonieprophylaxe
  • Einstimmung auf andere physiotherapeutische Behandlungen
  • Wohlfühlen

Therapiefelder:

  • Praxen
  • Ambulante Anwendung
  • Hausanwendung
  • Klinik/ Intensivstation

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